AGBs für Standbetreiber

AGB :

Allgemeine Geschäftsbedingungen zur Teilnahme an Veranstaltungen, Messen & Ausstellungen



1. Anmeldung und Zulassung
(1) Die Anmeldung zu einer Messe oder Ausstellung (Veranstaltung) erfolgt einzeln oder gemeinschaftlich schriftlich per Postbrief, per Fax oder per E-Mail, und ist verbindlich. Die Anmeldung ist ein Vertragsangebot an den Veranstalter. Mit der Anmeldung werden die Teilnahmebedingungen bzw. AGB's verbindlich vom Anmeldenden anerkannt.
(2) Über die Zulassung des Anmeldenden und der angemeldeten Gegenstände zu der Veranstaltung entscheidet der Veranstalter durch eine schriftliche Bestätigung. Die Zulassung gilt nur für die angemeldeten Gegenstände, die in der Bestätigung bestimmten Aussteller und die darin angegebene Standfläche. Andere als die angemeldeten und zugelassenen Gegenstände dürfen nicht ausgestellt werden. Mit der Bestätigung kommt der Vertrag zustande. In die Anmeldung aufgenommene Vorbehalte oder Bedingungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der ausdrücklichen schriftlichen Bestätigung durch den Veranstalter.

(3) Der Veranstalter kann aus sachlich gerechtfertigten Gründen, insbesondere wenn die zur Verfügung stehenden Standfläche nicht ausreicht, einzelne Aussteller oder Anbieter von der Teilnahme ausschließen und, wenn es für die Erreichung des Veranstaltungszwecks erforderlich ist, die Veranstaltung auf bestimmte Ausstellergruppen oder Anbietergruppen beschränken. Er ist ferner berechtigt die Ausstellung angemeldeter Gegenstände zu untersagen, die sich belästigend, gefährdend oder sonst wie als ungeeignet erweisen könnten.

2. Standflächenzuteilung
(1) Die Standflächenzuteilung wird vom Veranstalter unter Berücksichtigung des Veranstaltungsablaufs sowie der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten vorgenommen. In der Anmeldung geäußerte Platzierungswünsche werden nach Möglichkeit beachtet. Die zeitliche Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen ist für die Standflächenzuteilung nicht nur allein maßgebend.
(2) Der Veranstalter ist erforderlichenfalls berechtigt, Größe, Form und Lage der zugeteilten Fläche auch noch nach Bestätigung in geringem Umfang zu verändern. Von der Notwendigkeit einer
solchen Maßnahme macht der Veranstalter dem Aussteller
unverzüglich Mitteilung, wobei er ihm nach Möglichkeit eine gleichwertige andere Standfläche zuteilt. Verringert sich die Standmiete, so erfolgt Erstattung. Schadensersatzansprüche sind beiderseits ausgeschlossen.
(3) Ein Tausch der zugeteilten Standfläche mit einem anderen Aussteller, sowie eine teilweise oder vollständige Überlassung der Standfläche an Dritte (weiterer Aussteller) ist ohne Zustimmung des
Veranstalters nicht gestattet. Die Zulassung weiterer Aussteller unterliegt einer zusätzlichen Gebühr. Für die Erfüllung aller Ausstellerverpflichtungen durch die weiteren Aussteller haftet der
Aussteller. Ein Tausch der zugeteilten Standfläche mit einem anderen Aussteller ist dem Veranstalter vor Veranstaltungsbeginn (wenn dringend notwendig) erlaubt und sollte für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung anstandslos akzeptiert werden.

3. Standmieten, Pfandrecht
(1) Die Miete ist bis 6 Wochen vor Veranstaltung zahlbar. Sie erhalten etwa 2 Wochen vor der Veranstaltung  eine Rechnung für die jeweilige Veranstaltung.
(2) Die rechtzeitige Bezahlung der Standmieten zum Fälligkeitstermin ist Voraussetzung für die Übergabe und Nutzung der zugeteilten Standfläche.
(3) Zur Sicherung seiner Forderungen behält sich der Veranstalter vor, das Vermieterpfandrecht auszuüben und das Pfandgut nach schriftlicher Ankündigung freihändig zu verkaufen. Eine Haftung für Schäden an dem Pfandgut wird, außer im Falle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, nicht übernommen.


4. Rücktritt des Ausstellers
(1) Nach Vertragsabschluss  besteht kein Rücktritts- und/oder Kündigungsrecht

des Ausstellers.

(2) Der Aussteller hat den vollen Beteiligungspreis auch dann zu zahlen, wenn er nur

Teile der Mietfläche nutzt oder an der Veranstaltung nicht teilnimmt.

(3) Bei Nichtteilnahme oder nur teilweiser Nutzung der Fläche durch den Aussteller  bleibt der Aussteller zur Zahlung des gesamten Beteiligungspreises und der bestellten zusätzliche Leistungen (100%) verpflichtet


5. Widerruf von Zulassung und Standflächenbestätigung
(1) Der Veranstalter ist zum Widerruf der Zulassung und zur anderweitigen Vergabe der Standfläche in folgenden Fällen berechtigt:
- Der Aussteller lässt im Falle der Nichtzahlung der Standmiete zum Fälligkeitstermin eine vom Veranstalter gesetzte Nachfrist fruchtlos verstreichen.
- Die Voraussetzungen für die Standflächenbestätigung seitens des angemeldeten Ausstellers sind nicht mehr gegeben, oder dem Veranstalter werden nachträglich Gründe bekannt, deren rechtzeitige Kenntnis eine Nichtzulassung gerechtfertigt hätten.
- Der Aussteller verstößt gegen das Hausrecht des Veranstalters.
(2) Auch in diesen Fällen behält sich der Veranstalter die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vor.

6. Standaufbau, Standausstattung, Standgestaltung
(1) Der Ausstellungsstand muss dem Gesamtplan der Veranstaltung angepasst sein. Der Veranstalter behält sich vor, den Aufbau unpassend oder unzureichend ausgestatteter Stände zu untersagen oder auf Kosten des Ausstellers abzuändern.
(2) Die Standfläche muss während der gesamten Dauer der Veranstaltung zu den festgesetzten Öffnungszeiten ordnungsgemäß ausgestattet und mit fachkundigem Personal besetzt sein. Der Aufbau muss spätestens bis zum Aufbauendtermin abgeschlossen und der Stand von Verpackungsmaterial geräumt sein. Der Abtransport von Ausstellungsgütern und der Abbau von Ständen vor Schluss der Veranstaltung ist unzulässig.
(3) Firma und Sitz des Ausstellers müssen durch eine Standbeschriftung deutlich sichtbar gemacht werden.
(4) Eine Überschreitung der festgesetzten Höhenbegrenzung für die Stände bedarf der Zustimmung des Veranstalters. Das gleiche gilt für die Ausstellung von besonders schweren
Ausstellungsgütern. Verankerungen im Hallenboden sind nicht zulässig. Für Schäden haftet der Verursacher.
(5) Nach Beendigung der Veranstaltung ist die Standfläche bzw. der Grundaufbau, so weit er vom Veranstalter gestellt worden ist, unbeschädigt zurückzugeben und der ursprüngliche Zustand wieder herzustellen. Schäden, die durch unsachgemäße Behandlung verursacht oder nicht unverzüglich nach
Schadenseintritt gemeldet werden, hat der Aussteller zu ersetzen. Ausstellungsgüter, die sich nach dem Abbautermin noch auf den Ständen befinden, können auf Kosten des Ausstellers abtransportiert und eingelagert werden.

7. Höhere Gewalt und Absage aus wichtigem Grund
(1) Muss der Veranstalter auf Grund höherer Gewalt oder anderen vergleichbaren wichtigen Gründen eine noch nicht begonnene Veranstaltung absagen oder in eine andere Location verlegen, so hat er die Aussteller unverzüglich hiervon zu unterrichten. Der Veranstalter kann jedoch vom Aussteller bei ihm in Auftrag gegebene Arbeiten in Höhe der entstandenen Aufwendungen in Rechnung stellen, soweit das Ergebnis der Arbeiten für den Aussteller noch von Interesse ist.
(2) Sollte der Veranstalter in der Lage sein, die Veranstaltung zu einem späteren Termin oder in einer anderen Location durchzuführen, so hat er den Aussteller hiervon unverzüglich zu unterrichten. Die Aussteller sind verpflichtet, innerhalb einer Woche nach Zugang dieser Mitteilung die Teilnahme zu dem veränderten Termin abzusagen sonst gilt die Mitteilung als bestätigt.
(3) Muss der Veranstalter auf Grund Eintritts höherer Gewalt eine begonnene Veranstaltung verkürzen oder absagen, so hat der Aussteller keinen Anspruch auf Rückzahlung oder Erlass der Standmiete.
4) Wenn eine Veranstaltung verschoben werden muss haftet der Veranstalter nicht für eventuell angefallene Kosten (wie Hotel, Porto usw.) des Ausstellers.                                                                                                                                                                                                                                                                                                              

8. Werbung
(1) Werbung ist nur innerhalb der vom Aussteller gemieteten Standfläche für die eigene Firma des Ausstellers und nur für die von ihr hergestellten oder vertriebenen Erzeugnisse oder Dienstleistungen erlaubt, soweit diese angemeldet und zugelassen sind.
(2) Die Verwendung von Geräten und Einrichtungen, durch die auf optische oder akustische Weise eine gesteigerte Werbewirkung erzielt werden soll, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Veranstalters.
(3) Werbung politischen Charakters ist grundsätzlich unzulässig.

9. Reinigung
(1) Der Veranstalter sorgt für die allgemeine Reinigung der Messe und Ausstellungshallen und der Hallengänge.
(2) Die Reinigung des Standes obliegt dem Aussteller, sofern nicht in besonderen Teilnahmebedingungen anders geregelt. Sie muss täglich vor Öffnung der Veranstaltung beendet sein. Nach Beendigung der Veranstaltung ist der Platz sauber zu verlassen. Anderen schon geräumten Plätzen den eigenen Müll zuweisen, wird mit 25 bis 50 Euro Aufwandsentschädigung belegt und kann vom Veranstalter als Nachzahlung in Rechnung gestellt werden !

10. Bewachung
(1) Die allgemeine Bewachung des Standes erfolgt durch den Standbetreiber selbst. Die Räume werden nach Veranstaltungsende gesichert verschlossen und werden zum Veranstaltungsbeginn erst wieder entsichert geöffnet !
(2) Dem Aussteller wird auf jedem Fall empfohlen, für die Beaufsichtigung seines Standes und seiner Ausstellungsgegenstände selbst zu sorgen und Schäden durch geeigneten Versicherungsschutz abzuwenden. Für eine zusätzliche Standbewachung muss sich der Aussteller selbst auf seine Kosten bedienen.

11. Allgemeine Haftung, Versicherung, Unfallschutz
(1) Der Veranstalter haftet dem Aussteller und den von ihm Beauftragten für einen nachweislich während der Veranstaltung auf dem Messegelände entstandenen Schaden nur dann, wenn ihm oder seine Erfüllungsgehilfen ein Verschulden trifft. Die vorgenannte Begrenzung gilt nicht in Fällen von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
(2) Für Schäden bei Versagen von Einrichtungen, Betriebsstörungen oder sonstigen die Veranstaltung beeinträchtigenden Ereignissen haftet der Veranstalter nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Der Veranstalter haftet nicht für Schäden, Diebstahl und sonstigen Untergang von Ausstellungsgütern und Standausstattungen und deren Folgeschäden.
(3) Jeder Aussteller hat eine eigene Haftpflichtversicherung abzuschließen, um Schäden seiner Seits gegenüber Dritten abzusichern.

12. Hausrecht, Zuwiderhandlungen
(1) Der Aussteller unterwirft sich während der Veranstaltung auf dem gesamten Ausstellungsgelände dem Hausrecht des Veranstalters.
(2) Verstöße gegen die Allgemein Teilnahmebedingungen bzw. AGB's oder gegen die Anordnungen im Rahmen des Hausrechts berechtigen den Veranstalter, wenn die Zuwiderhandlungen nach Aufforderung nicht
eingestellt werden, zur sofortigen entschädigungslosen Schließung des Standes zu Lasten des Ausstellers und ohne Haftung für Schäden.

13 Nebenabreden
Alle Nebenabreden sind ohne Schriftform ungültig.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle gegenseitigen Verpflichtungen ist Köln. Im Falle des Unterliegens des Ausstellers trägt diese unterliegende Partei die Kosten des Verfahrens und der notwendigen Rechtsvertretung.

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

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Diese AGB sind bis auf Widerruf gültig.

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